Die Gemeinde Holzkirchen

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Marschall

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Sufferloh

Thann

Holzkirchen ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Miesbach. Die Gemeinde liegt ca. 30 km südlich der Landeshauptstadt München und jeweils ca. 20 km nördlich des Tegernsees sowie der Kurstadt Bad Tölz.

Holzkirchen ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich stärkste Kommune des Landkreises.

Die Holzkirchner Gegend war schon zur frühen Bronzezeit (1800–150 v.Chr.) besiedelt, wie einige Funde von Kupferringbarren zeigen. Während der Römerzeit kreuzten sich zwei Römerstraßen (Augsburg–Salzburg und Freising–Achensee). 1286 wurde Holzkirchen das erste mal als Markt bezeichnet. 1857 wurde die erste Eisenbahnlinie (München–Holzkirchen–Rosenheim) eröffnet. 1978 wurden Hartpenning und Föching eingemeindet.
Der Verkehrsknotenpunkt Holzkirchen verfügt über eine gute Verkehrsanbindung nach München (u.a. S-Bahnanschluss durch Linie S 3 im 20-Minuten-Takt und einzelne Züge der Linien S 20 und S 27).
Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) fährt zudem im Stundentakt nach München sowie in Gegenrichtung in die Naherholungs- und Urlaubsgebiete rund um Tegernsee (Stadt), Lenggries und Bayrischzell. Mit dem „Meridian“ bestehen stündliche Anschlüsse nach Rosenheim über Bad Aibling (Mangfalltalbahn) bis Salzburg und Kufstein.

Holzkirchen liegt an der Autobahn A8 (Ausfahrt Holzkirchen). Die Bundesstraßen B 13 und B 318 kreuzen sich in Holzkirchen. Der Markt befindet sich rund 42 km westlich von Rosenheim, jeweils 20 km von Bad Tölz und Miesbach entfernt sowie 30 km südlich der Landeshauptstadt München. Die Nordumfahrung des Ortszentrums von der B 13 zur B 318 ist seit dem Spätherbst 2009 fertiggestellt.

In Holzkirchen sind ca. 1.600 Firmen ansässig. Neben zahlreichen mittelständischen Betrieben haben sich auch Sandoz (Hexal), Panasonic Electric Works Europe und Panasonic Electric Works Deutschland sowie der Büroartikelhersteller CCL Label GmbH, eine Tochtergesellschaft von CCL Industries, mit ihren Hauptfirmensitzen hier niedergelassen. Veolia Verkehr hat in der Marktgemeinde ihre süddeutsche Zentrale.

Der Holzkirchner Oberbräu ist die letzte noch verbliebene der einstmals fünf Brauereien Holzkirchens und gehört heute zur König Ludwig GmbH & Co. KG der Schlossbrauerei Kaltenberg.

Auf dem Gelände der früheren Werkzeugmaschinen-Fabrik Friedrich Deckel AG eröffnete 2010 das Einkaufszentrum HEP (Holzkirchner Einkaufsparadies) mit einem breiten Angebot auf rund 7.000 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Verkehrsgünstig zur Autobahn gelegen entsteht derzeit das Gewerbegebiet II in Föching.

Trotz seiner Größe hat Holzkirchen keine Tradition als wichtiger Schulstandort. Bis zur Jahrtausendwende gab es lediglich Grund- und Hauptschule sowie die private Wirtschaftsschule Pasold-Weißauer. Erst danach kamen eine weitere öffentliche Grundschule, eine staatliche Realschule sowie eine private Grundschule mit Gymnasium hinzu.

2014 kamen eine Fachoberschule (FOS) und ein öffentliches Gymnasium hinzu.Seit dem Start des „Grünen Zentrums“ zur Bündelung aller Aktivitäten für Land- und Forstwirtschaft an einem Standort hat Holzkirchen auch eine Landwirtschaftsschule.

Holzkirchen verfügt über zahlreiche Kinderbetreuungsmöglichkeiten von der Kindergrippe über verschiedenste Kindergärten bis zum Kinderhort mit Mittagsbetreuung. Wegen der überdurchschnittlichen vielen jungen Familien in der Marktgemeinde eröffneten in den letzten Jahren mehrere weitere neue Einrichtungen.

Artikel Holzkirchen (Oberbayern). In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 24. November 2007, 00:13 UTC. URL:http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Holzkirchen_%28Oberbayern%29&oldid=39308338 (Abgerufen: 26. November 2007, 12:09 UTC)