Als neuer Marktgemeinderat der Freien Wählergemeinschaft Holzkirchen vereidigt wurde jetzt Peter Gerhold. Der 59-Jährige folgt am Ratstisch Wolfgang Buntz-Jennerwein nach, der sein Amt aus privaten Gründen niederlegen musste. Den „Marktapotheker“ kennen wohl fast alle Holzkirchner, entweder als Kunden oder als Weggefährten seit Grundschultagen. Auch wenn Peter Gerhold in München geboren ist, so weist er mit Stolz darauf hin, dass er nicht nur die Volksschule in Holzkirchen und das Gymnasium in Miesbach besucht hat, sondern auch „Apotheker in Holzkirchen in dritter Generation“ ist.

Nach dem Abitur in Miesbach studierte Gerhold Pharmazie in Genf, Erlangen, Passau und München und leitete im Rahmen seines Grundwehrdienstes bereits die Teileinheit Analytik in der Apotheke des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg. Seit 1986 führt er zusammen mit „immer noch derselben Ehefrau“, mit der er vier Kinder hat, die Marktapotheke – „meine Zweitehe,“ wie er scherzt.

Seine Offenheit für Neues ließ Gerhold stetig seinen beruflichen Horizont erweitern: 1995 erwarb er die Fachbezeichnung „Fachapotheker für Allgemeinpharmazie“ bei der Bayerischen Landeapothekerkammer. Zudem erlangte er hier 2005 die Zusatzbezeichnungen „Homöopathie und Naturheilverfahren“ sowie 2012 „Prävention und Gesundheitsförderung“ und wurde von der Kammer 2006 in diverse Prüfungs- und Fachausschüsse sowie 2010 als Referent geholt. Anfang 2017 setzte die Regierung von Oberbayern Peter Gerhold zum Fachprüfer ein bei der Berufsschule für Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTA) in München. Seit 2012 ist der Marktapotheker auch Beauftragter Sanitätsoffizier am Kreisverbindungskommando für die zivil-militärische Zusammenarbeit (ZMZ) und seit 2016 vom Verteidigungsministerium als Reserve-Verbindungsoffizier für die ZMZ im Katastrophenfall berufen.

Berufsbedingt habe ich natürlich Interesse an allem, was Gesundheit und Krankheit und insbesondere alle Formen der Vorsorge und Prävention anbelangt,“ erklärt der frischgebackene Gemeinderat zu seinen bevorzugten Themen. „Dabei sind es die Personengruppen, die besondere Achtsamkeit verdienen, wie Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung, Hochbetagte und andere Hilfsbedürftige, auf die ich gerne mein Augenmerk richten möchte.“ Doch auch seine Erfahrungen als selbständiger Unternehmer will Peter Gerhold in seine Arbeit einbringen: „Als spannend empfinde ich, Abläufe, die sich bewährt haben, nachhaltig aufrecht zu erhalten, immer weiter an Verbesserungen zu feilen und auch in größeren Settings andere mitzunehmen – also so eine Art Qualitätsmanagementsystem.“ Damit ist er ja am Runden Tisch Soziales und im Beirat des Kultur- und Bürgerhauses gut aufgehoben – und die Holzkirchner mit ihm auch.