Einladung zum Neujahrsempfang 2018

Ihr ehrenamtliches Engagement in unserer Gemeinde ist für uns sehr wichtig, es ist unverzichtbar für die Gesellschaft und unser Gemeindeleben. Wir von der Freien Wähler Gemeinschaft Holzkirchen haben daher in den letzten Jahren einen Ehrenamtsabend veranstaltet und wollen auch in diesem Jahr Ihre Vereinsarbeit würdigen – nun zu unserem
5-jährigen Jubiläum des Neujahrsempfangs.

Wir laden Sie – und von Ihnen ausgewählte, ehrenamtlich tätige Personen
Ihres Vereins –
zu unserem Neujahrsempfang ein. Bitte leiten Sie die Einladung an die Vorstandschaft und Ihre Abteilungen weiter.

Wann? Am Mittwoch, dem 17. Januar 2018, ab 19.00 Uhr

Wo? Gasthof Neuwirt, Tölzer Str. 112, 83607 Großhartpenning (Holzkirchen)

Was Sie erwartet: Eine kleine Würdigung Ihres Engagements mit einem Leberkäs-Empfang, Getränke selbstverständlich inklusive, sowie ein gemütliches Zusammensein und Austausch über das Gemeindeleben und der Vereine untereinander.

Damit wir dann auch für jeden hungrigen Gaumen genügend vorbereiten können, bitten wir Sie darum, uns bis zum 15. Januar mitzuteilen, mit wie viel Personen Sie teilnehmen möchten.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Freie Wähler Gemeinschaft Holzkirchen

Entwicklung des Föchinger Ortskerns

Die Ortsmitte von Föching – wie soll sich unser Ort entwickeln?

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Reden Sie mit, wir sind auf Ihre Ideen und Vorschläge gespannt

Wie wird die Ortsmitte von Föching attraktiver und interessanter? Die Turnhalle in Föching muss saniert werden, im Ortsentwicklungskonzept der Gemeinde sind Ziele festgelegt, mit denen eine richtige Ortsmitte entstehen könnte. Dabei sollten die Föchinger als Kenner und Betroffene mitreden, finden die Freien Wähler im Holzkirchner Marktgemeinderat, und sind auf Ideen und Vorschläge gespannt. Deshalb lädt die FWG Holzkirchen die Bürger Föchings für Mittwoch, 22. November 2017, 19.30 Uhr, in den Föchinger Hof zum Gespräch über ihre Wünsche und Vorstellungen ein, um aus erster Hand zu erfahren, wie sich der Ort Föching entwickeln kann, was erhalten werden muss und was dabei besonders wichtig wäre.

Auszug aus dem Ortsentwicklungskonzept (Frau Skorka), übergeben an den Marktgemeinderat am 31.1.2017 (www.holzkirchen.de.de/Ihr-Rathaus/Projekte/Integriertes-Mobilitätskonzept)

Föching hat sich ebenfalls entlang der Hauptstraße entwickelt. Es ist kein klar ablesbarer Dorfmittelpunkt vorhanden, der Bereich um die Kirche mit dem gegenüberliegenden Biergarten gibt gute Ansatzpunkte vor, einen zentralen Bereich zu schaffen (Kristallisationspunkt). Derzeit trennt die Hauptstraße den Bereich bei der Kirche und ihr Gegenüber mit Kindergarten und Biergarten sehr stark voneinander. Hier sollte zukünftig versucht werden, wichtige Nutzungen für die Allgemeinheit anzusiedeln und auch durch die bauliche Gestaltung das Ausbilden einer „Mitte“ zu forcieren. Hierbei spielt auch die Überwindung des vorhandenen Höhensprungs eine wichtige Rolle. In Föching wurden viele Hofstellen durch „neue“ Nutzungen mit Leben gefüllt. Durch die Nähe zum Gewerbegebiet „Nord“, welches gerade im Entstehen ist, werden sich Veränderungen ergeben.

Spezielle Ziele:
1. Ausbildung einer Ortsmitte in Form eines zentralen Freibereiches insbesondere im Umfeld der Gastwirtschaft
2. Beibehaltung einer öffentlichen Nutzung in Form einer hochwertigen Freifläche oder einer der Allgemeinheit (bzw. dem Gemeinwohl) dienenden Nutzung auf der Fläche westlich der Kirche.“

Anträge zu Autonomen Fahrzeugen werden im Gemeinderat diskutiert

Fahrerlose Busse? Holzkirchen bleibt dran

Busse, die automatisch durch Innenstädte manövrieren und den Individualverkehr damit dort obsolet machen: Ja genau – das hat Holzkirchen wirklich vor – trotz aller Hindernisse.

 

Holzkirchen Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass man auf Vermessungs- und Lenkkünste des automatischen Parkassistenten setzt, wenn’s an der Parklücke mal knapp zugeht? Vermutlich die wenigsten. Heute gehört das in modernen Serien-Automodellen gegen Aufpreis zum Alltag. Und das dürfte erst der Anfang sein. Auch wenn es gleichzeitig Warnungen etwa vor Hackerangriffen oder allzu viel Sorglosigkeit gibt, zeichnet sich ab, welches Potenzial autonomes Fahren in Zukunft haben dürfte. Und die ist vielleicht gar nicht mehr so weit entfernt. Der technikaffine Gemeinderat Erdal Karli ( FWG) hatte deshalb zur jüngsten Sitzung des Gremiums zwei Anträge gestellt, damit der Markt Holzkirchen bereit wird für diese Zukunft.

Denn in der Marktgemeinde stehen ohnehin Weichenstellungen in Sachen Verkehr an, wenn die Umsetzung des Mobilitätskonzepts Fahrt aufnimmt. Der rechte Zeitpunkt also, eine technische Revolution, die sich abzeichnet, einzurechnen. Karli beantragte, das Thema autonome Mobilität in das Konzept aufzunehmen und die Umgebungsvariablen für den Einsatz fahrerloser Transportmittel für den öffentlichen Personennahverkehr – also etwa Busse – zu ermitteln.

Der Gemeinderat stimmte Karlis Anträgen jeweils einstimmig zu. Er sei dankbar für diese Anträge, betonte Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU). Man wolle die Thematik autonomes Fahren „parallel und ergänzend“ zur Weiterentwicklung des Mobilitätskonzepts aufnehmen. „Das Konzept wird Jahre dauern es umzusetzen“, sagte Karli. „Und die Hersteller arbeiten mit großem Druck an der Entwicklung von Systemen.“ FWG-Sprecherin Birgit Eibl pflichtete ihm bei: Ralf Kaulen, den die Marktgemeinde mit Entwicklung und Begleitung des Mobilitätskonzepts betraut hatte, „hat damals gesagt: Wenn autonomes Fahren kommt, müssen wir komplett umdenken.“

Natürlich ist vieles derzeit noch in der Schwebe, das räumt auch Karli ein. „Wir müssen auch vermeiden, zu früh auf die falsche Technik zu setzen“, warnte er in der Gemeinderatssitzung. Denn welche Technik sich etwa bei den Sensoren durchsetzen wird, ob sich autonome Fahrzeuge zum Beispiel an speziellen Linien auf der Fahrbahn entlangtasten werden oder derlei gar nicht mehr brauchen werden – niemand weiß es. Karli ging deshalb selbst ein wenig vom Gas: Für einen eigenen Ausschuss, den er erst angedacht habe, sei es momentan noch zu früh. „Wir sollten im Orts- und Verkehrsplanungsausschuss dahinter bleiben und das Thema mit dem Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland weiterverfolgen“, appellierte er.

Sein Fraktionskollege Hubert Müller schlug vor, zu eruieren, ob ein Pilotprojekt mit der Deutschen Bahn denkbar wäre, die in Bad Birnbach ein selbstfahrendes Bus-Shuttle im Einsatz hat, das mit 15 km/h zwischen Bahnhof und Therme pendelt. Vielleicht, meinte Karl Bär (Grüne), könne man wegen Pilotprojekten mit Bosch sprechen, das im Gewerbegebiet bei Föching ohnehin mit einem Entwicklungszentrum sitzt.

Ein Artikel aus dem Merkur von

Katrin Hager

https://www.merkur.de/lokales/region-holzkirchen/holzkirchen-ort28831/ein-bus-ohne-chaffeur-fuer-holzkirchen-marktgemeinde-will-am-thema-autonomes-fahren-dranbleiben-9180022.html#idAnchComments

Das falsche Signal an den Einzelhandel

Der Einzelhandel hat es in Holzkirchen ohnehin schwer, einige Geschäfte mussten in der letzten Zeit aufgeben und immer wieder wurde das Manko der fehlenden Parkplätze bei den Geschäften als einer der Schließungs-Gründe genannt.

Streitpunkt sind nun die zwei öffentlichen Parkplätze am Oskar-von-Miller-Platz. Die Geschäftstreibenden hatten darum gebeten, dass der eine Behindertenparkplatz in einen normalen Parkplatz umgewandelt wird, weil es sich gezeigt hat, dass dieser Parkplatz von den Behinderten kaum genutzt wurde u.a.

Daraufhin wurde von unserer Standortförderin angeregt, dass beide Parkplätze entfernt werden sollten. Zufällig waren zwei der Geschäftsinhaber bei dem Ortstermin Anfang August 2017 anwesend und baten nochmals eindringlich darum, die Parkplätze zu belassen. Vor der Sitzung des Ort- und Verkehrsplanungsausschusses haben die umliegenden Geschäftsinhaber mit einer Unterschriftenaktion nochmals eindringlich darauf hingewiesen, dass sie die Parkplätze für ihren Geschäftsbetrieb brauchen und diese auch benutzt werden.

Nun hat also der Orts- und Verkehrsplanungsausschuss mehrheitlich (gegen die Stimmen der FWG und eine der CSU) beschlossen, die beiden Parkplätze am Oskar-von-Miller-Platz im Holzkirchner Zentrum abzuschaffen und eine Planung zu beauftragen, damit sich dort die Bürger aufhalten können (Bänke etc.).

Hand aufs Herz: wer will sich dort aufhalten, wenn direkt daneben an der Ampel die lauten und stinkenden LKWs brummen, der KFZ-Verkehr unablässig vorbeirauscht …. Und die Aussicht auf den Friedhofseingang und die asphaltierte Straßenkreuzung ist ja nun auch nicht so berauschend.

Daran wird sich auch nicht so schnell etwas ändern – bislang ist ja nicht einmal die Herabstufung der Bundesstraße geglückt, die eine elementare Voraussetzung für eine Gestaltung der Verkehrssituation ist.

Mit der Abschaffung der Parkplätze wird somit eine einzelne Maßnahme aus dem Mobilitäts- und Ortsentwicklungskonzept herausgepickt, die erst erfolgen sollte nach der Beruhigung der problematischen Verkehrssituation, nach der weiteren Planung der Ortsentwicklung, nach der Unterstützung des Einzelhandels mittels Einzelhandelskonzepts etc. Anders gesagt: das Pferd wird von hinten aufgezäumt!

Was kommt also als nächstes? Die Abschaffung sämtlicher öffentlicher Parkplätze im Marktplatzbereich, auch derjenigen der Hafnergasse?

Und was macht der Einzelhandel? Einbezogen wurde er jedenfalls nicht, was die Parksituation in Holzkirchen betrifft. Ihre Bitten und Proteste wurden mehrheitlich vom Ausschuss im Rathaus nicht gehört und überstimmt, die Standortförderin hat nicht den Kontakt zu den Geschäftsinhabern gesucht.

Fazit: Erst wenn das letzte Geschäft in Holzkirchen geschlossen ist, werden die Holzkirchner spüren, was es bedeutet, keine Parkplätze zu haben und was gepflasterte Aufenthaltsbereiche im Zentrum des Ortes neben dem Autoverkehr bedeuten.

Selbstfahrende Busse für Holzkirchen

Eine Idee mit Zukunft für Gemeinderat Erdal Karli

Geht es nach Gemeinderat Erdal Karli sollen in der Marktgemeinde Holzkirchen künftig öffentliche Transportmittel völlig autonom fahren. Heute Abend stellt der Informatiker seine Idee vor.

Wie wird der Marktgemeinderat über den Antrag zur Einbindung des autonomen Fahrens entscheiden?

Kann Holzkirchen Zukunft? Sollte es – das findet zumindest Gemeinderat Erdal Karli. In einem Antrag für die heutige Marktgemeinderatssitzung in Holzkirchen fordert der Systemadministrator für Datenbanken wörtlich: „Der Gemeinderat möge die Berücksichtigung autonom und ohne Fahrer gelenkte Transportmittel wie Busse im Orts- und Verkehrsentwicklungskonzept aufnehmen“.

Als Begründung führt der Fachmann für Digitalisierung das rasante Fortschreiten der Technik im Bereich der fahrerlosen und selbst gelenkten Fahrzeuge an. „Alleine in den letzten zwei Jahren, seit dem Startschuss zum Orts- und Verkehrsentwicklungskonzeptes, hat sich die Entwicklung der autonomen Mobilität erstaunlich weiterentwickelt“, so Karli.

Er beruft sich dabei auf mehrere europäische Projekte, darunter eine Initiative der Deutschen Bahn in Bad Birnbach sowie dem Mercedes Benz Future Bus. „Die ersten funktionierenden Systeme sind in absehbarer Zeit auf dem Markt. Wir haben ein Orts- und Verkehrsentwicklungskonzept auf den Weg gebracht, aber berücksichtigen nur Techniken aus dem letzten Jahrhundert“, mahnt Karli den Gemeinderat.

Vorzeigeprojekt für den Technologiestandort Holzkirchen

Zwar möge die Umsetzung des Konzeptes Jahre oder auch Jahrzehnte in Anspruch nehmen – dennoch werde die Technologie im Laufe dieser Zeit alltäglich werden. Und so sei es gerade bei einer langfristig angelegten Agenda, wie die der Orts- und Verkehrsentwicklung, von besonderer Bedeutung zukunftsorientiert zu planen.

„Ich möchte die autonome Mobilität für öffentliche Verkehrsmittel wie Busse berücksichtigt haben, denn das wurde bis heute völlig ignoriert und ist meiner Meinung nach eine Schlüsseltechnologie, die wir in so einem Konzept nicht übergehen können. Ich will, dass man sich mit dem Thema tatsächlich auseinandersetzt und es nicht nur bei einer Willenserklärung bleibt.“

In dem Einsatz dieser zukunftsweisenden Technik sieht der Gemeinderat nicht nur eine Möglichkeit, den Verkehr im Ort in den Griff zu bekommen, sondern auch das Potenzial eines Prestige- und Vorzeigeprojektes des Technologiestandortes Holzkirchen. Dazu müsse die Marktgemeinde einen eigenen Ausschuss oder runden Tisch einrichten, um dort Steuerung, Aufgabenverteilung, Partner und Sponsorensuche in der Industrie sowie Kostensteuerung zu organisieren. Auch Zuschüsse durch den Staat könnten geprüft werden. Jetzt liegt die Entscheidung bei den Gemeinderäten.

Interview der Holzkirchner Stimme mit Erdal Karli

Gemeinderat Erdal Karli im Interview mit der Holzkirchner Stimme

„Holzkirchner Modell fördert reiche Leute“

Seit knapp zweieinhalb Jahren vertritt der Informatiker Erdal Karli die Freien Wähler im Holzkirchner Marktgemeinderat. Im „Halbzeit-Gespräch“ mit der HS spricht er über die aktuellen Themen der Kommunalpolitik.

Inzwischen zwei Jahre her: Die Vereidigung der beiden neuen Gemeinderatsmitglieder (links: Erdal Karli) / Archivbild

Im Zuge der damals hochkochenden Debatte um das Geothermie-Projekt in Holzkirchen kündigten die Ernst-Brüder als Mitglieder des Marktgemeinderates Holzkirchen ihren Rücktritt an und legten Mitte 2015 ihre Ämter nieder.

Kurze Zeit später traten Martina Unverdorben und Erdal Karli die Nachfolge der Freien Wähler Repräsentanten an. Anlässlich ihrer Vereidigung als Marktgemeinderäte und dem damit einhergehenden Beginn ihres politischen Amtes teilten die beiden damals ihre Intentionen, Wünsche und Ansichten mit der Holzkirchner Stimme.

Seit dem Interview sind inzwischen fast zweieinhalb Jahre vergangen – Halbzeit in der fünfjährigen Amtszeit für die Marktgemeinderäte. Grund genug für ein Update in Sachen Kommunalpolitik. Wir sprechen mit Erdal Karli über seine bisherige Amtszeit und zukünftigen Projekte.

Holzkirchner Stimme: Herr Karli, zuletzt sprachen wir vor mehr als zwei Jahren. Wenn sie auf die erste Hälfte ihrer Amtszeit zurückblicken – was hat Sie am meisten überrascht?

Erdal Karli (lacht): Wieviel harte Arbeit das Amt mit sich bringt.

Klingt nach einer ereignisreichen Zeit. Wie beurteilen Sie ihre bisherige Tätigkeit als Marktgemeinderat?

Karli:Ich habe sehr viel gelernt. Als Marktgemeinderat muss ich Themen aus mehreren Perspektiven betrachten, um dann Entscheidungen zu treffen, mit denen alle leben können. Dadurch habe ich auch gelernt, zuzuhören und meine Meinung gegebenenfalls zu ändern. Vor allem dann, wenn sich die Faktenlage ändert. Es ist ein bisschen so, als hätte ich Fortschritte in Sachen Diplomatie gemacht – aber nach wie vor bin ich alles andere als ein diplomatischer Mensch.

Die Entscheidung des Marktgemeinderats, das Gebiet Inselkam-Maitz gegen das Holzkirchner Modell zum Höchstpreis zu vergeben, sorgten für viel Kritik. Wie ist ihr Standpunkt dazu?

Karli: Zunächst einmal sehe ich das Holzkirchner Modell kritisch. Eigentlich wollte ich mit dem Holzkirchner Modell kinderreiche und schon lange in Holzkirchen wohnende Familien begünstigen. Ein Ehepaar mit vier Kindern, das seit fünf Jahren in Holzkirchen lebt, schlägt nach Holzkirchner Modell die lebenslang ansässige Mutter mit nur einem Kind. Aus dieser Erfahrung haben wir gelernt. Für das nächste Mal wünsche ich mir eine Nachbesserung der Parameter.

Und eine Vergabe zum Höchstpreis ist die Lösung?

Karli: Die Gemeinde braucht Geld. Das bekommen wir durch die Art der Vergabe. Hätten wir das Holzkirchner Modell gewählt, hätten wir reiche Leute gefördert. Eine staatliche Institution sollte das nicht machen. Ich möchte den Menschen helfen, die nicht so viel Glück im Leben hatten. Mit dem Geld wollen wir außerdem den sozialen Wohnungsbau fördern.

Als Gemeinderat sind Sie Interessensvertreter für die Bürger in Holzkirchen. Wie macht sich das Amt in Ihrem Alltag bemerkbar?

Karli: Ich habe seitdem viel mehr Kontakt zu vielen unterschiedlichen Menschen und werde inzwischen auch oft auf der Straße auf politische Themen angesprochen.

Welche Probleme sehen Sie in Holzkirchen?

Karli: Ich persönliche sehe in der hohen Fluktuation innerhalb der Marktgemeinde ein wesentliches Problem. Das geht sehr zulasten der Einheimischen. Seit einiger Zeit höre ich zudem seitens der Kleinbetriebe und Handwerker, dass in Holzkirchen nur die großen Unternehmen bevorteilt und kleinere Unternehmen stiefmütterlich behandelt werden. Grundstücke sind für die Kleinen oft zu teuer. Hier müssen wir mehr tun. Ich wünsche mir eine Art „Holzkirchner Modell“ für unsere Klein- und Jungunternehmer und Existenzgründer.

Haben Sie ein persönliches „Aufregerthema“?

Karli: Ich ärgere mich sehr über Querulanten. Zugezogene, die sich dann über die einheimische Lebensart oder Kuhglocken beschweren.

Welches Projekt liegt Ihnen besonders am Herzen liegt?

Karli: Ein Einheimischenprojekt, das auf sozialen Wohnungsbau sowie eine gerechte Förderung bei der Bildung von Wohneigentum abzielt, das wäre mir sehr wichtig.

Können Sie sich eine weitere Amtsperiode vorstellen?

Karli: Manches mache ich gerne, manches nicht. Deshalb weiß ich noch nicht, ob ich für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehe. Aber wenn die Menschen meine Standpunkte gut finden, die ich im Marktgemeinderat vertrete, und mich dafür wollen, lasse ich eine Fortsetzung offen.

Straßenbauamt Rosenheim wünscht eine Bürgerbeteiligung

Das Straßenbauamt Rosenheim hat bereits vor Monaten eine Untersuchung der erweiterten 
Umweltverträglichkeitsstudie der Ortsumfahrungstrasse angekündigt. Das Gebiet der 
Untersuchung wurde jetzt um die Flur zwischen Kleinhartpenning und Großhartennung 
sowie das Waldgebiet in Richtung Piesenkam bis zur Gemeindegrenze erweitert.

Die Realisierung einer Bürgerbeteiligung wurde vom Straßenbauamt Rosenheim mehrfach 
angeboten. Informationen aus Rosenheim sollen im Herbst bis Winter 2017 kommen.
Die FWG Fraktion wartet auf Die Ergebnisse der neuen Untersuchung des Gebiets. Wir 
werden wie von Herrn Rehm erbeten unsere alternative Lösung über eine Vernünftige 
und Gemeinde Übergreifende Lösung durch den Wald vorstellen.

Eine Alternative die wir bereits vor längerer Zeit Vorgestellt haben ist eine Trasse 
durch das Waldstück zwischen Großhartpenning und Piesenkam (blaue Linie).

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Eine Route die gleich drei Gemeinden Piesenkam, Holzkirchen und Waakirchen entlasten würde.
Diese Stecke ist 2,5km kürzer als die im BVWP eingereichte Straßenführung und damit steht
sie auch in einem ganz anderen Kosten/Nutzen Verhältnis als alles bisher vorgestellte.

Wohin bewegt sich Holzkirchen bis 2020?

Die FWG Holzkirchen organisiert am:

Mittwoch, dem 21.9.2016 um 19.00 Uhr
im Oberbräu, Marktplatz , Holzkirchen

eine öffentliche Fraktionssitzung zum Thema Ortsentwicklung und Mobilitätskonzept.

Die Holzkirchner FWG-Fraktion möchte die Meinung der Holzkirchner Bürger zu dem Vorschlag der Planer (Bürgergutachten) wissen und lädt daher alle interessierten Bürger zu einem gegenseitigen Austausch ein.

Wir wollen jedem Holzkirchner Bürger die Gelegenheit geben, seine Ideen und Anregungen zu den jetzt erarbeiteten Vorschlägen des Ortsentwicklungs- und Mobilitätskonzepts an uns weiterzugeben, damit wir gut vorbereitet sind für die Klausursitzung mit den anderen Marktgemeinderäten (voraussichtlich im Oktober). Unsere Vorschläge sollen dort mit den anderen Gemeinderäten und den Planern diskutiert werden und wir wollen im Sinne Holzkirchens Einfluss auf die weitere Planung nehmen.
Bei dieser Gelegenheit geben wir auch Auskunft darüber, wie der jetzige Planungsstand ist und welche Positionen wir von der FWG Fraktion vertreten.

Bad Tölz kriegt die Anbindung zur A8 – Holzkirchen kriegt den Verkehr

Nun ist es amtlich: Holzkirchen wird voraussichtlich keine Südumfahrung bekommen, sondern eine Transitstrecke von Bad Tölz zur Autobahn Holzkirchen.

Der Anmeldung zugrundegelegte Notwendigkeit
Wichtige Bedeutung für die verkehrliche Verbindung zwischen der A 8 und dem MZ Bad Tölz, da bislang ein Erreichbarkeitsdefizit zum MZ Bad Tölz und zum UZ Lenggries besteht.
(Zitat aus BVWP, http://www.bvwp-projekte.de/strasse/B013-G090-BY/B013-G090-BY.html

 

In der Projektbeschreibung (B013-G090-BY) des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) wird lapidar festgestellt, dass das Oberland eine Zubringerstraße zur Autobahn für Bad Tölz und Lenggries braucht. Derzeit wird diese Transitstrecke hauptsächlich über Holzkirchner Flur geplant:

Umgehung

In den nächsten 10 Jahren wird der Transitverkehr von Bad Tölz zur Autobahn-Anschluss-Stelle Holzkirchen voraussichtlich um 1/3 zunehmen (v.a. der Schwerlastverkehr). Die neuen Gewerbegebiete in/bei Bad Tölz werden ihren Verkehr über die geplante Nordspange direkt auf die B13 leiten durch die Ortschaften Kurzenberg, Großhartpenning und Holzkirchen, die ohnehin unter dem jetzigen Verkehrschaos leiden.
Derzeit wird ein Mobilitätskonzept erstellt, damit der sogenannte hausgemachte Holzkirchner Verkehr (Ziel- und Quellverkehr) verringert werden kann. Wir von der FWG Holzkirchen befürworten dieses Mobilitätskonzept und arbeiten konstruktiv daran mit.
Dennoch müssen wir Lösungen finden für den Durchgangsverkehr (Transit), der in den nächsten Jahren erheblich zunehmen wird, wenn die zusätzlichen LKW und PKW aus Bad Tölz (neues Industriegebiet) zur Autobahn nach Holzkirchen fahren. Denn eins ist klar: noch mehr Verkehr kann die Gemeinde Holzkirchen nicht aufnehmen, erst recht nicht den zusätzlichen Schwerlastverkehr aus Bad Tölz!
Im BVWP wurde eine Transit-Strecke aufgenommen, die die B13 mit der B318 verbindet, allerdings nicht als einheitliche Straße, sondern als drei gesonderte „Umgehungsstraßen“ mit unterschiedlicher Gewichtung:


BVWP

Es ist genau das eingetreten, das wir von der FWG Holzkirchen befürchtet und vorhergesagt haben:

  • Der erste Streckenabschnitt ist als vordringlich eingestuft worden und wird realisiert werden.
  • Großhartpenning und Kurzenberg werden zunächst keine Umgehungen bekommen und in dem Plus an Transitverkehr erheblich mehr belastet (ersticken im Verkehr).

Wir sind der Meinung, dass diese Transitstrecke nicht derart künstlich getrennt werden darf, sondern einheitlich als eine Straße beurteilt werden muss. Ansonsten kann nicht beurteilt werden, ob mögliche Alternativen eher geeignet wären (Vergleichbarkeit, Kosten-Nutzen-Relation…).
Außerdem sind wir gegen die zusätzliche Belastung der betroffenen Orte Thann, Sufferloh, Groß- und Kleinhartpenning und Kurzenberg durch die jetzigen Streckabschnitte mit dem zusätzlichen (Schwer-) Verkehr aus Bad Tölz.

Es handelt sich hier um das unmittelbare Naherholungsgebiet Holzkirchens, das von vielen Familien und Bürgern gerne genutzt wird und durch die jetzigen Transitstrecken zerstört werden würde. Die Gemeinde würde mit einer Betonlandschaft aus Unterführungen, Zufahrten und Schallschutzwänden zerrissen, die letzten idyllischen Landschaften würden zerstört. Die Naherholungsgebiete, die für die Holzkirchner Bürger noch zu Fuß zu erreichen sind, würden zerschnitten.
Den weiteren Ausbau der Streckenabschnitte Großhartpenning/Kleinhartpenning und Kurzenberg sehen wir sehr kritisch und stellen die Frage:
Wird die Ortsumfahrung für Großhartpenning überhaupt gebaut werden?
Zum einen sind die Kosten von 25 Mio enorm hoch (trotz der Nichtberücksichtigung von Einhausungen und Lärmschutzmaßnahmen, die die Gemeinde Holzkirchen bezahlen müsste). Zum anderen spricht die topographische Lage der Westumfahrung (Nähe Asberg) gegen eine geeignete Straßenführung – ganz abgesehen von den zu erwartenden naturschutzrechtlichen Hindernissen zwischen Klein- und Großhartpenning.

Die Landschaft zwischen Großhartpenning, Kleinhartpenning und dem Asberg wird aufgrund ähnlicher Umweltkriterien wie am Waldrand südlich Großhartpennings durch den Artenschutz rechtlich nicht durchsetzbar sein. Rotmilan, Fledermaus und Gelbbauchunke sind auch hier beheimatet; der Asberg ist großteils im Vertragsnaturschutz und mit einem alten Baumbestand bewachsen.
Wir nehmen daher den Hinweis des BVWP auf:

Der in den nachfolgend aufgeführten, herunterzuladenden Lageplänen dargestellte Verlauf des Projekts stellt eine der Lösungsmöglichkeiten dar. Dieser Verlauf liegt der gesamtwirtschaftlichen, umweltfachlichen, städtebaulichen und raumordnerischen Bewertung bzw. Beurteilung zugrunde. In den nachfolgenden Planungsstufen kann sich der Verlauf verändern. In diesem Fall wird regelmäßig eine neue gesamtwirtschaftliche Bewertung zum Nachweis der Bauwürdigkeit des Projekts durchgeführt.
(Zitat aus BVWP, http://www.bvwp-projekte.de/strasse/B013-G090-BY/B013-G090-BY.html

Ergebnis:
Die jetzigen Vorschläge (Lösungsmöglichkeiten) sind abzulehnen.
Eine „Ortsumfahrung“ (besser: Transitstrecke), die den Verkehr nur von A nach B verlagert und dazu noch mehr Verkehr quer durch die ganze Gemeinde anzieht, die Landschaft unwiderruflich zerstört und einen Teil der Gemeinde sich seinem Schicksal überlässt, ist für uns keine Lösung.

Es ist eine überregionale Lösung zu suchen, mit der der Transitverkehr von Bad Tölz auf den „Autobahnzubringer“ B318 geleitet werden kann. Dabei ist nicht nur auf die Kosten zu achten, sondern es sind v.a. auch die Bedürfnisse der Bewohner der betroffenen Ortschaften zu berücksichtigen mit dem Ziel einer umweltschonenden Bauweise.

Es kann nicht sein, dass das Wachstum von Bad Tölz mit der zusätzlichen Verkehrsbelastung von den Holzkirchnern aufgefangen wird, die ohnehin schon unter der enormen Verkehrsbelastung leiden!

Neujahrsempfang 2018

Das ehrenamtliche Engagament in unserer Gemeinde ist für uns sehr wichtig, es ist unverzichtbar für die Gesellschaft und unser Gemeindeleben. Wir von der Freien Wählergemeinschaft Holzkirchen veranstalten daher, wie auch in den letzten Jahren, einen Ehrenabend für die Vertreter aller Vereine und die ehrenamtlich tätigen Personen Holzkirchens. Wir wollen Danke sagen und freuen uns auf einen gemütliches Zusammensein und einen Austausch über das Gemeindeleben und der Vereine untereinander.

Der Zeitpunkt und Veranstaltungsort für das kommende Jahr 2018 wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Ihre Freie Wähler Gemeinschaft Holzkirchen